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DER IGEL

37 MILLIONEN JAHRE ALT
UND AUF DER ROTEN LISTE

BRAUNBRUSTIGEL, der

Substantiv, maskulin

ERINACEUS EUROPAEUS

Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) gehört zu den ältesten noch lebenden Säugetieren.

 

Seit Oktober 2024 steht der Igel offiziell als "potentiell gefährdet" auf der weltweiten Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN). In Deutschland und anderen EU-Ländern ist die Population in den vergangenen 10 Jahren um ca. 30 % zurückgegangen - alleine in Bayern hat sich der Bestand nahezu halbiert.

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Die Familie der Stacheligel entstand vor ca. 37 Milionen Jahren. Diese Familie besteht aus mehreren Gattungen, die in unterschiedlichen Regionen ansässig sind und sich in ihrem Aussehen unterscheiden.

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In Deutschland und auch dem restlichen Europa ist der Braunbrustigel weit verbreitet. Eng verwandt - und auch teils in unserer Region vorhanden - ist der Weißbrustigel (nicht zu verwechseln mit dem Weißbauchigel aus dem  afrikanischem Raum), der hauptsächlich in Mittel- und Südosteuropa angesiedelt ist. 

 

Früher lebten Igel auf dem Land, wo es viele reich strukturierte Lebensräume gab. Heute wird unsere Kulturlandschaft immer eintöniger und so sind Igel als Kulturfolger vermehrt in urbanen Siedlungsbereichen mit Gärten und Grünanlagen anzutreffen.

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Der Igel ist ein nachtaktives Tier, daher ist vielen Menschen das Vorhandensein der Stachelritter in ihrem Garten meist gar nicht bewusst. Erst mit Beginn der Dämmerung und Einbruch der Dunkelheit werden Igel munter und durchstreifen auf der Suche nach Nahrung oder einem geeigneten Unterschlupf ihre Reviere. Dabei legen sie in einer Nacht oft mehrere Kilometer zurück.

ANATOMIE EINES IGELS

Der Igel ist vorallem durch sein unverwechselbares Stachelkleid bekannt.

Sein kurzer Rüssel mit der kleinen Schnuppernase und die runden Kulleraugen sind schlicht zum Verlieben. Aber hinter dieser kleinen großen Portion Niedlichkeit, steckt ein wahres Raubtier.

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Tippe auf die Kreise und erfahre mehr über den Igel.

Digitale Zeichnung eines Igel

EIN AUSGEWACHSENER IGEL

GRÖßE

ALTER

bis zu 7 Jahre

25 - 30 Zentimeter

GEWICHT

ca. 800 - 1.500 g

LEBENSRAUM

Igel - im englischen Hedgehog und wörtlich übersetzt Heckenschwein - brauchen kleinteilige Strukturen wie Gebüsche, Gehölze und artenreiche Wiesenlandschaften, in denen sie ausreichend Futter und Versteckmöglichkeiten finden.

 

Eine solche abwechslungsreiche Kulturlandschaft ist der ideale Lebensraum für die Tiere. Doch Hecken, Gehölze und artenreiche Grünflächen sind im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft und der vermehrten Bebauung verschwunden.

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Der Lebensraum der Igel - wie auch der vieler anderer Wildtiere - hat sich von der freien Natur zunehmend in Siedlungsgebiete und Parks verschoben. Hier finden sie zwar noch Nahrung und Unterschlüpfe, allerdings sind sie dadurch auch vermehrt der Gefahren von Straßenverkehr, Gartengeräte und Giften ausgesetzt.

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Foto: photoangel - Magnific.com

NATÜRLICHE NAHRUNG

Igel sind Insekten- und Fleischfresser.

In einem artenvielfältigen Lebensraum findet der Igel ein abwechslungsreiches Buffet. 

Die Hauptnahrung sind Laufkäfer, Schmetterlingsraupen, Gliederfüßer, Ohrwürmer oder Nachtfalter. Auf Regenwürmer und auch auf Schnecken kann der Igel gerne verzichten - egal ob mit oder ohne Haus - sie werden nur selten von Igeln gefressen.

Als Fleischfresser frisst der Igel auch nestjunge Mäuse oder Maulwürfe - auch Hühnerküken lässt er sich schmecken. Während der Vogelbrutsaison plündert der Igel Eier aus Nestern bodenbrütender Vögel.

Igel fressen kein Obst, Gemüse oder Kräuter! Sie sind eher daran interessiert, weil sich dort leckere Insekten tummeln.

Igel fressen auch kein Vogelfutter, Erdnüsse, Getreide, Samen oder Rosinen, ebenfalls ist Milch keine für Igel geeignete Nahrung!

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Der Igel ist laktoseintolerant und Körnerfutter kann nicht verdaut werden - es kann zu lebensbedrohlichem Durchfall oder Ersticken führen. 

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Wenn du Igel draußen zufüttern möchtest, erfährst du hier mehr über geeignetes Ersatzfutter.

NATÜRLICHE NAHRUNGSQUELLEN FÖRDERN

Igel sind Insekten- und Fleischfresser.

 

In einem artenvielfältigen Lebensraum findet der Igel ein abwechslungsreiches Buffet. 
 

In deinem Garten kannst du mit einem Käferkeller, Totholzhaufen, einer Benjeshecke, Magerwiesen und Sumpfbeeten verschiedene Habitate schaffen.

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Diese Bereiche schaffen Lebensräume für unterschiedlichste Lebewesen und sorgen für einen gesunden Kreislauf der Natur.

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Foto: Stefanie Heering

EIN IGELJAHR

Das „Igeljahr“ ist ein faszinierender Kreislauf, der an den Rhythmus der Natur angepasst ist. Das Leben unserer Braunbrustigel wird von den Jahreszeiten diktiert: Nach dem Erwachen im Frühjahr folgt eine intensive Zeit der Nahrungssuche und der Fortpflanzung im Sommer. Im Herbst ist die Zeit der Jungigel und alle Stachelritter müssen sich die nötigen Fettreserven anfressen, um den kalten Winter im tiefen Winterschlaf zu überstehen.

 

Klicke auf die jeweilige Jahreszeit und erfahre mehr.

Manchmal muss man sich von der Welt zurückziehen, sich einkuscheln und zur Ruhe kommen - um dann mit neuer kraft wieder durchzustarten.

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